Paul Finucane, Direktor des Business Space Teams bei Colliers in Dublin sagte dazu: “In den letzten 12 Monaten hat Dublin gezeigt, dass es mit dem Büromarkt aufgrund eines zuversichtlichen Marktes, einer Stärkung der Wirtschaft und einem Mangel an hochwertigen Flächen wieder bergauf geht und dies wahrscheinlich noch anhält.“

 

Die Entwicklung der Büromieten der ersten 6 Monate 2015, stimmt mit einem in der Regel guten wirtschaftlichen Umfeld überein, so Colliers. Vor allem in Westeuropa betreten langsam immer mehr Märkte das Mietwachstums-Territorium - und wo Marktfundamente unterstützend sind, steigen Mieten weiterhin (oder sind in der Schwebe) und werden zu diesem Zeitpunkt von allgemein angespannten Versorgungsbedingungen untermauert.

 

Highlights:

  • Deutschland erfuhr eine moderate Steigerung in Berlin (+1,9 %) und Frankfurt (+1,3 %) in einem ansonsten relativ flachen Markt. In Paris blieben die CBD Mieten unverändert, jedoch mit einer anhaltenden (wenn nicht steigenden) Diskrepanz zwischen Markt- und Effektivmieten.
  • In Großbritannien zieht der Arbeitsmarkt weiter an. Spitzenmieten stiegen im Zentrum Londons (+3,8 %), Belfast (+6,9 %), Manchester (+4,6 %), Edinburgh (+3,6 %) und Bristol (+1,8 %), während sie im Londoner West End und Birmingham stabil blieben.
  • Innerhalb der Beneluxländer beschränkt sich das Mietpreiswachstum vor allem auf die erstklassigen Bürovierteln in Amsterdam (Südachse), in denen die Preise leicht anstiegen (+1,4 %). Die Büro-Spitzenmieten in Brüssel blieben unverändert.
  • In Südeuropa stiegen die Spitzenmieten weiterhin in Barcelona (+2,8 %) und Madrid (+2,0 %), wobei die letztgenannte Stadt unter dem Aufwärtsdruck beginnt, auch außerhalb der CBD Region zu bauen. Noch bedeutendere Erhöhungen verzeichneten Lissabon (+4,0 %) und Mailand (+2,5 %), angesichts der prekären, aber sich verbessernden Lage der portugiesischen und italienischen Wirtschaft, auch wenn die Spitzenmieten in Rom geringfügig nachgelassen haben (-0,6 %).
  • Im CEE Raum blieben die Mieten weitgehend unverändert, abgesehen von Bratislava (+6,9 %), nachdem neue Flächen auf den Markt kamen. Korrekturen sah man hingegen in Kiew (- 6,5 %), St. Petersburg (-6,4 %), Warschau (-4,2 %) und Minsk (-5,9 %), was sich durch ein kurzfristiges Versorgungsungleichgewicht (Warschau) und einer schwachen Wirtschaft (Russland, Ukraine) als primäre Faktoren erklären lässt.

 

Bruno Berretta, Senior Research Analyst bei Colliers fügte hinzu: “Vorausgesetzt, dass die Situation in Griechenland (und der Umgang damit) die wirtschaftliche Erholung nicht stoppt, erwarten wir, dass sich die Mieten innerhalb der nächsten 12 Monate an die derzeitige wirtschaftliche Dynamik anpassen. Erhöhungen werden in Dublin erwartet, allen wichtigen Büromärkten in Großbritannien und Teilen Südeuropas (Madrid, Barcelona, Mailand und Lissabon), auch wenn sich dies vor allem auf die wichtigsten Büroflächen der letztgenannten Region begrenzt.“

 

“In Südeuropa hat die Suche nach Renditen und einem optimistischeren Ausblick die Investoren dazu gebracht, tiefere Risiken einzugehen. Die wichtigen Bürozentren der Region verzeichnen eine Preisanpassung: in den ersten 6 Monaten dieses Jahres stehen die Bürorenditen in Mailand und Rom bei 30 Basispunkten und in Madrid und Lissabon bei 25 Basispunkten.“

 

Der Colliers International Office Snapshot H1 2015 zeigt auch, dass die Mieten voraussichtlich im östlichen Rand des Kontinents fallen werden, in Moskau und St. Petersburg (Russland) sowie Kiew (Ukraine).