Großbritannien  erwies sich als der stärkste und attraktivste Markt und behauptet sich mit mehr als einem Drittel (17%) investierten Kapital in diesem Sektor innerhalb der EMEA Region 2014, insgesamt 8,3 Mrd.€, mehr als das Doppelte der nächstbesten Märkte  der Nordischen Länder (€ 3,7Mrd) und Deutschland (3,6Mrd) [i].

Tim Davies, Leiter der EMEA-Industrieabteilung bei Colliers International: „Der Markt erholt sich sehr rasch, speziell in Großbritannien, das den EMEA-Sektor anführt. Das Mietwachstum war ausgesprochen stark in Großbritannien, ebenso in Schweden, vor allem in Stockholm.

“Generell, schaut es in allen wichtigen Märken in Europa sehr positive aus und auch die Sekundären Lagen ziehen nach. Besonders hervorzuheben ist auch die Wiederbelebung des Marktes in Spanien und Irland durch mehrere bedeutende Deals.

“Irland konnte ein außergewöhnliches Mietwachstum von 22, 8% in Dublin (€6.50psf*),  verzeichnen, wenn auch dieser Markt stärker im Vergleich zu den anderen EMEA-Märkten betroffen war.

“Im Allgemeinen ist der Industrie- und Logistiksektor stark unterversorgt, was bedeutet, dass wir sowohl bei den Mieteinnahmen, als auch den Kapitalwerten erwarten können, dass diese weiter zunehmen. Was wir ebenfalls im gesamten Jahr 2015 erwarten können, sind mehr spekulative Entwicklungen.“

2014 kam es in ganz Großbritannien, Polen, der Tschechischen Republik und Schweden zu einer Rückkehr der spekulativen Entwicklungen.

In Großbritannien, erreichten die Leistungen das höchste Volumen seit 2010, angeführt von Retailern und Logistikdienstleister. Größere Deals wurden mit bekannten Namen wie Waitrose und Eddie Stobart abgeschlossen, die beide ihre eigenen maßgeschneiderten Liegenschaften entwickelten; dies veranschaulicht auch die geringe Versorgung an hochwertigen Immobilien.

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Nicht überraschend half diese Knappheit das Mietwachstum in Belfast (12.5%, £4.50psf), Birmingham (11.8%, £6.15psf), Manchester (11.1%, £5.00psf), Bristol (4.3%, £6.00psf) und London Heathrow (3.4%, £15psf) anzukurbeln.

In Dänemark, Schweden und Norwegen konnten die vorhandenen Bestandsflächen den Anforderungen der Besitzer nicht gerecht zu werden; als Folge dazu blieben die Transaktionen begrenzt und das Mietniveau gleich. Die Ausnahme war Stockholm (9,1%, €5,90psf) und Göteborg (4,5%, € 5,70psf). Als Reaktion auf den Mangel an qualitativ gutem Bestand und durch die niedrigen Baukosten in Dänemark erwägen viele Eigentümer, in Kopenhagen ihre eigenen Räumlichkeiten zu entwickeln anstatt zu leasen. Mehrere Grundbesitzer in Schweden begannen mit spekulativen Entwicklungen, um den unmittelbaren Bedürfnissen der Inhaber gerecht zu werden, was in der Regel zwischen 6 und 9 Monate beansprucht.

Die Mietpreise in Deutschland blieben 2014 weitgehend stabil mit einem Anstieg in München (4,8%, €7,40psf) und Stuttgart (1,8%, € 6,40psf). Das Angebot in Deutschland wurde vor allem von sogenannten „Turnkey-Projekten“ (Schlüsselfertige Projekte) wie z.B. Home24’s Lagerhaus in Berlin und dem Interesse an kleineren Einheiten in der Nähe von größeren Städten wie Frankfurt vor allem durch den E-Commerce und Lebensmittelhandel angetrieben.

Auch Spanien und Irland profitierten von einer erheblichen Zunahme an Investitionsvolumen, €604 Mio. (Erhöhung von 298%) und €240 Mio (Erhöhung von 687%). Portugal berichtet erstmals seit 2 Jahren wieder über eine Transaktion dank dem Erwerb in Höhe von €95,9 Mio von Blackstone‘s  in Azambuja. Zwei Übernahmen von Grivalia Properties erweckten auch den Markt in Griechenland wieder zum Leben.

Polen, Tschechien und Rumänien verzeichneten die höchste Kapitalinvestition im Industriesektor innerhalb dieser Länder.

* alle angegeben Werte sind jährlich zu verstehen



[i] based on RCA preliminary figures