Während asiatische Investoren weiterhin Zentral-London mit einem derzeitigen Ertrag von unter 5 % dominieren, unterstreicht der „Capital Flows“ Quartalsbericht von Colliers auch, dass ein besserer Wirtschaftsausblick und Marktverständnis neue und etabliertere Quellen des asiatischen Kapitals in der Risikokurve nach oben treibt.

Richard Divall, Leiter der Cross Border Investmentabteilung für EMEA bei Colliers International merkt an: “Etabliertere asiatische Käufer sind zunehmend bereit sich auch außerhalb des Londoner Zentrums zu wagen und sich nach anderen Anlageklassen wie Einkaufszentren mit Asset-Management Potenzial in Großbritannien, sowie stabile büroverzinsliche Anlagen in anderen erstrangigen Städten umzusehen.“

“Insbesondere sehen wir einige Investoren – angeführt von südkoreanischen, chinesischen und taiwanesischen Versicherungsgesellschaften – die vor allem für Vermögen in Paris und den wichtigsten deutschen Städten bieten, aber zunehmend auch in Madrid und Rom. Dies wurde kürzlich von GIC (Singapur) beleuchtet, die vor kurzem die komplette Kontrolle des „Roma Est“ Einkaufszentrums in Rom übernommen haben und Dalian Wanda einen historischen Wolkenkratzer „Edificio Espana“ zur Neuentwicklung in Madrid gekauft hat“.

Kanadische Investoren sind zunehmend auch in Kontinentaleuropa aktiv, zusammen mit australischen Fonds und Staatsfonds wie NBIM und kuwaitische Investitionsbehörden beäugen sie ebenfalls europäische Expansion.

Es wurde auch wachsendes ausländisches Interesse am holländischen Wohnungsmarkt verzeichnet, während deutsche Investoren ihre Präsenz in Amsterdamer Bestlagen festigen. Die Transaktionsvolumina in den Niederlanden erreichten fast € 4 Mrd. alleine im ersten Halbjahr (+70 im Vergleich zum Vorjahr), wovon € 2,4 Mrd. grenzüberschreitendes Kapital waren.

Bruno Berretta, Senior Research Analyst für EMEA bei Colliers International sagte dazu: “Spanien hat auch eine erfreuliche Belebung der Transaktionen erfahren, da die Investoren ihren Fokus auf Einzelhandels- und Entwicklungsmöglichkeiten erweitern. Grenzüberschreitende Investitionen in Spanien erreichten € 2,3 Mrd. im 1. HJ 2014, im Vergleich zu € 780 Mio. vor einem Jahr.“

Der Bericht unterstreicht auch eine Flut von Deals, die den Appetit der Investoren nach alternativen Produkten - vor allem Hotels und servicierte Appartements – aufzeigt. Dies beweist, dass Hotels zunehmend als Anlageklasse gewinnen. Der Erwerb eines Portfolios von 18 Hotels in Deutschland, Spanien und Frankreich um geschätzte € 425 Mio. durch Apollo Global Management (US), wird als deren erste Hotel-Investition in Europa gehandelt, während QIA (Katar) vor kurzem 5 weitere Hotels in Cannes, Madrid, Frankfurt, Amsterdam und Rom zu seinem Portfolio hinzugefügt hat.

Ilias Manoukas, Leiter der Investmentabteilung bei Colliers Österreich fügt hinzu: „Wie auch im letzten Jahr zeigen sich die Retail-Immobilien für internationale Investoren als sehr interessant. Als wichtigste Beispiele dienen hier der Verkauf vom G3 Shopping Resort an ECE sowie der Verkauf vom Shopping Center Nord (SCN) an Tristan Capital Partners.