Obwohl das Investitionsvolumen der gesamten Region ziemlich niedrig ist, verzeichnet Deutschland das größte Volumen seit 2007. Deutsche Käufer sind mit insgesamt 49% aller Transaktionen in ihrem Heimatmarkt sehr aktiv. Dennoch sind es lt. Colliers die internationalen Käufer, die die großen Transaktionen an Land ziehen wie z.B. Blackstone, die den ehemaligen Hauptsitz von WestLB in Düsseldorf für 350 Mrd. € und Morgan Stanley, die ein Portfolio von 4 Shoppingzentren in Ostdeutschland für ungefähr 400 Mio. € gekauft haben.

Der Bericht hebt hervor, dass die Nachfrage nach sicheren Märkten, angeführt von London und Paris, nach wie vor unvermindert ist und so den Großteil der grenzüberschreitenden Investitionen anzieht. Die „sicheren Häfen“ bleiben das bevorzugte Ziel von Staatsfonds (Sovereign Wealth Funds - SWF’s) und internationalen Versicherungsunternehmen, die ein stabiles und sicheres Einkommen suchen.

Richard Divall, Leiter der “Cross Border Capital Markets” seitens Colliers-EMEA erklärt: „Im Moment ist London die absolute Vorliebe für asiatische Investoren, allem voran neue Markteilnehmer mit Stadtbüros. Chinesische Versicherungsunternehmen, denen es nun auch außerhalb ihres Landes erlaubt ist zu investieren, repräsentieren eine weitere Quelle für neues Geld, welches rapide in europäische Immobilien fließt, wobei hier London die Funktion als Haupteinfuhrhafen übernimmt. Eine bekannte chinesische Versicherungsgesellschaft gab bekannt, dass sie ungefähr 800 Mio. £  in Londons „Canary Wharf“ investieren und in eines seiner ersten Anlageobjekte am Londoner Immobilienmarkt. Weiteres wird gemunkelt, dass eine taiwanesische Versicherungsgesellschaft in Gesprächen ist 400 Mio. £ für ein Bürogebäude in der Stadt zu bezahlen.“

Wir sehen, dass einige malaysische und chinesische Investoren beginnen, ihre Risikobereitschaft zu erhöhen und sich nach Shoppingzentren im Vereinigten Königreich mit starken lokalen Partnern umschauen.  Der Trend für asiatische Investoren geht dahin, dass sie neben starken lokalen Partnern in größerem Rahmen investieren.

Dem Bericht ist auch zu entnehmen, dass die europäischen Institutionen im 1. Quartal weiterhin weniger überfüllte Märkte innerhalb Europas bevorzugen, was teilweise auf die wachsende Konkurrenz von nicht EU-Kunden zurückzuführen ist: Bemerkenswerte aktuelle Deals hat DEKA zu verzeichnen, so kauften sie eine erstklassige Büroimmobilie in Amsterdam (Symphony) und waren auch beim Deal eines SLB Büros in Helsinki beteiligt.

Divall fügt abschließend hinzu: “Eine Veränderung der Dynamik signalisierend, beobachtet Colliers wie private Aktienfonds vermehrt Länderrisiken eingehen und somit davon ausgehen, dass z.B. Spanien und Italien ihren Tiefpunkt erreicht haben und es von nun an wieder Bergauf gehen wird. Man sagt, dass nordamerikanische Käufer, allen voran Aktienfonds, ihre Akquisitionen im letzten Jahr um 353% gegenüber den Peripherieländern (Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien) erhöht haben.“

 

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