Craig Satchwell, Leiter des Büroteams von Colliers EMEA sagte: “Interessanterweise scheint sich der Schwerpunkt des Mietpreiswachstums in Europa von Osten nach Westen verschoben zu haben. In Westeuropa haben verbesserte Konjunkturaussichten und eine Knappheit an zentral gelegenen Büroflächen in der zweiten Jahreshälfte 2013 zu den steigenden Mieten geführt. Dieser Trend wird sich in den nächsten 12 Monaten vorsetzen.“

“In Mittel- und Osteuropa haben die größten Märkte Moskau und Warschau eine Schicksalswende erfahren. Spitzenmieten in Warschau fielen Mitte 2013 aufgrund anhaltend hoher Bautätigkeiten, während die Mieten in Moskau langsam abzuflachen aufgrund sinkender Wachstumsraten und erhöhter Vorsicht der Besitzer.“

Der Colliers-Bericht “Office Snapshot (H2 2013)” beschäftigt sich mit den Risiken des  europäischen Nord-Süd-Gefälles. Während sich die Bürospitzenrenditen in Städten wie London, Frankfurt und Berlin aufgrund des wiedererwachten Interesse an der peripheren Wirtschaft weiter festigt; vor allem Spanien hat mit Renditerückgängen in Madrid und Barcelona dazu beigetragen, war Moskau der einzige große Markt in CEE, der Renditerückgänge im gleichen Zeitraum verzeichnete.

Ausblick 2014:

Laut Colliers Office Snapshot wird eine Stabilisierung der Mietpreise und Renditen im Jahr 2014 erwartet. Dieser Trend wird sich wahrscheinlich in den größten Geschäftszentren in Südeuropa (Mailand, Madrid, Barcelona und Lissabon) fortsetzen, da es mit der Wirtschaft weiter Bergauf geht und somit auch das Vertrauen verstärkt wird.

Das Gesamtbild zeigt eine steigende Ertragsstabilität, wenn auch ein abgestufter europäischer Markt zweifellos bestehen bleibt. In etablierten Märkten, sogenannten „sicheren Häfen“, sind Höchstgewinne bereits auf historischen Tiefständen oder gegen in diese Richtung, sodass nur begrenzte Veränderungen erwartet werden können. In Märkten, die noch immer mit den Auswirkungen der Finanzkrise der Eurozone kämpfen, hat die jüngsten Bestätigung einer wirtschaftlichen Verbesserungen und des stärkeren Mietenmarktes zwei entscheidende Voraussetzungen –für die Festigung der Renditen geliefert.

Bruno Beretta, Sennior Research Analyst bei Colliers fasst zusammen: “Oslo, Kopenhagen und Amsterdam sind die einzigen Städte, in denen wir nach innen gerichtete Veränderungen der Renditen in den nächsten 12 Monaten erwarten.

“Begrenzte Kreditverfügbarkeit wird als Hemmschwelle für Preisgestaltung und Transaktionsvolumen dienen, besonders in den eher peripheren Märkten (je nach Location und Produkt). Nichtsdestoweniger werden unerschrockene Investoren die nach Ertrag und ganz bestimmten Produkten suchen, möglicher Weise diesen Trend ausgleichen.”

Georg Muzicant, Geschäftsführer von Colliers Österreich fügt hinzu: „Der österreichische Büromarkt erholt sich langsam. Der Großteil der Nachfrage nach größeren Flächen und Übersiedlungen kommt jedoch nach wie vor  aus dem staatsnahen Bereich.“