Obwohl westeuropäische Märkte wie Manchester, Dublin, Berlin und Stuttgart durchwegs positive Mietanstiege verzeichnen, konnte London (in der Heathrow Gegend) ein Mietpreiswachstum von 20,8% im Vergleich zum Vorjahr berichten. Venlo in den Niederlanden liegt mit 19.9% Europaweit auf dem 2. Platz, gefolgt von Minsk in Weißrussland mit 14,3%.

Brüssel, sowie die führenden niederländischen Logistikzentren Amsterdam und Rotterdam sahen ein Mietpreiswachstum in den Benelux Ländern, wo der Mangel an qualitativ hochwertigen Logistikimmobilien die Mieten unter Druck setzt.

Paris verzeichnete mit  -13% im Jahr 2013 den größten Rückgang bei Spitzenmieten im Industriesektor, knapp gefolgt von Bukarest und Budapest, die einen Rückgang von jeweils -12,5% angaben. Ein Rückgang in der ersten Hälfte des Jahres war auch in Lissabon und Madrid zu sehen, da der Eigentumsmarkt in Südeuropa träge bleibt ebenso wie in den größten osteuropäischen Märkten mit Ausnahme von Moskau, wo die starke Nachfrage kombiniert mit dem niedrigen Leerstand die Mieten weiter nach oben treibt.

Erik Barnekow, Leiter der Industrie- und Logistikimmobilien in EMEA bei Colliers International sagte: „Die Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen, die stabile Nachfrage und ein Mangel an hochwertigen Lagen führte im Jahresvergleich zu einem Mietpreiswachstum in den westeuropäischen Kernmärkten. Mit der schrittweisen Verbesserung der Produktion und Konsumausgaben rechnen wir mit einem gleichbleibenden Niveau für die Erste Jahreshälfte 2014, weitestgehend gesteuert vom Einzelhandel und Third Party Logistik. Ein weiteres Mietpreiswachstum wird in London, Dublin und Stuttgart erwartet.“

Die Situation in den nordischen Ländern war stabil, ohne Veränderungen der Spitzenmieten innerhalb der letzten 3 Quartale.

Am Investmentmarkt verhärten sich die Spitzenrenditen in Großbritannien, sowie in Berlin, München und Düsseldorf. In Zentral- und Osteuropa verzeichnen die wichtigsten Märkte Warschau und Moskau einen Rückgang der Immobilienrenditen während der Rest der Region weitgehend unverändert blieb. Skandinavische Märkte haben keinerlei Veränderungen gesehen, während in der zweiten Hälfte des Jahres in den Baltischen Staaten kleinere Veränderungen bei inländischen Renditen verzeichnet wurden.

Erik Barnekow fügt hinzu: “Der Mangel an langfristigen Einkommen und gesicherten Prime Assets am Investmentmarkt wird weiterhin das Haupthindernis sein. Einige Investoren könnten bereit sein ihr Interesse an Randmärkten zu erhöhen. Wir glauben, dass Renditen im Allgemeinen in den meisten Ländern unverändert bleiben, obwohl eine Abwärtsbewegung gesehen werden könnte.“

„Der österreichische Markt befindet sich gerade in einer spannenden Phase aufgrund des gleichzeitigen Verkaufs mehrerer Objekte. Wichtig ist zu erwähnen, dass die Objekte eine sehr gute technische und bauliche Ausstattung aufweisen, über langfristige Mietverträge verfügen und im Vergleich zu anderen Asset-Klassen eine attraktive Rendite bieten. In Bezug auf die Neuvermietungen kam es Ende 2013 vor allem im „Big Box“ Bereich zu größeren Vermietungen. Es wird geschätzt, dass der positive Trend sich über das Jahr 2014 fortsetzt“, so Ilias Manoukas, Leiter der Investmentabteilung bei Colliers Österreich.