“Überall auf der Welt sehen wir Investoren, die nach einer Investitionsmöglichkeit in aufstrebende ausländischen Märkten suchen, europäische Investoren konzentrieren sich hierbei auf Deutschland, Polen, Spanien und Irland; chinesische Investoren zieht es nach Europa und Amerika!, sagt KC Conway, chief economist (Betriebswirtschafter) bei Colliers International in Atlanta. „In den USA können steigende Zinsen die Kapitalkosten nach oben treiben und Investoren dazu veranlassen sich in Sekundärmärkten wie Charlotte, Tampa, Indianapolis oder Memphis umzusehen.“

Auszüge aus dem Bericht “25 Prognosen für 2014”:

  • Europäische Wirtschaft überwindet Rezession und verstärkt Investment: Mit dem Schwinden der Schuldenkrise in Europa kommt es zu einer stärkeren Nachfrage in GB, Italien, Deutschland und Spanien was zu einer Erholung dieser Märkte beiträgt. Dadurch wird das Vertrauen der Anleger in UK im Jahr 2014 steigen, das BIP um bis zu 2,5% wachsen.
  • Infrastruktur Verbesserungen und Urbanisierung im Nahen Osten: Die Wirtschaft im mittleren Osten wird einen Aufschwung auch abseits der Ölindustrie erfahren. Colliers prognostiziert erhebliche Ausgaben der Mitglieder des Golf-Kooperationsrates sowie eine Verbesserung der Infrastruktur, da die Urbanisierung in der gesamten Region voranschreitet.
  • Büromarkt wächst in Asiens wichtigsten Finanzzentren: Die Mieten im asiatischen Bürosektor haben sich stabilisiert. Das Wachstum für die 5 wichtigsten Finanzzentren (Hong Kong, Shanghai, Singapur, Seoul und Tokio) wird 2014 voraussichtlich bei rund 5% liegen. Chinesische Investoren schauen sich im Ausland nach Investitionsmöglichkeiten um, vor allem in Metropolen wie London, New York und Sydney.
  • Indische Regierungsverordnungen bringen Transparenz: Die neue Regierungspolitik bringt mehr Transparenz am Immobilienmarkt in Indien, was möglicherweise drastische Änderungen in diesem Sektor für 2014 mit sich führt. Die Nachfragen am Büromarkt werden steigen und auch die Mietpreise werden um 10 bis 16% im nächsten Jahr steigen.
  • Entwicklungsaktivität steigt in Neuseeland, Inlandsinvestitionen wachsen in Australien: In Neuseeland konzentriert sich die Entwicklung vor allem auf Büroflächen und Einkaufszentren um einerseits den zu geringen Platz in Kernmärkten und andererseits den Auswirkungen von Erdbeben durch alternde Bausubstanz entgegen zu wirken. In Australien, einem Markt, der einmal durch ausländische Investoren dominiert wurde, haben inländische Investoren mit 70% des Umsatzes wieder die Oberhand.
  • Zinsen und Immobilienpreise steigen, das US-BIP Wachstum bleibt träge: Investoren auf der ganzen Welt warten auf Nachricht der US-Notenbank, dass sich die Zinsen verringern. Während die Maßnahme globale Auswirkungen hat, wird das Wirtschaftswachstum der USA nur langsam steigen, mit einem durchschnittlich erwarteten BIP von etwa 2%. Der Wohnungsmarkt wird sich weiterhin erholen, mit Immobilienpreissteigerungen von bis zu 9%. Der Industriesektor wird die Immobilienbranche anführen, da Fabriken planen, nach der Erweiterung des Panama-Kanals im nächsten Jahr ihre Lieferketten anzupassen 

“Im kommenden Jahr werden vor allem die USA einigen Änderungen gegenüberstehen. Je näher die Fertigstellung des Panama-Kanals im Jahr 2015 rückt, wird sich die Versorgungskette drastisch ändern,“ sagt Conway. „Die amerikanischen Häfen werden von dem erhöhten Verkehr profitieren, sobald der Kanal geöffnet ist und somit das Wachstum des Industriesektors bestimmen.“