Tony Horrel, der Geschäftsführer von Colliers in GB und Irland erörtert die Ergebnisse wie folgt: „Prime Assets in Großbritannien und der EMEA-Region sind in der Regel preiswert und  der Markt für die Vermögenswerte so wettbewerbsfähig, dass Investoren in Europa ihre Chancen sehen mit Sekundäranlagen ihr Investitionsvolumen anzuheben.“

Rosige Aussichten für EMEA 2014. Fast 41% aller Befragten haben ausgesagt, dass sie der Meinung waren, dass sich Investitionsbedingungen im Immobilienbereich in Westeuropa innerhalb der nächsten 12 Monaten bessern werden, wohingegen lediglich 14% dachten, dass es Schlimmer wird. Im Gegensatz hierzu gilt Vorsicht in Mittel- und Osteuropa, Russland, Türkei sowie Naher Osten und Nordafrika (18% bzw. 15% erwarten eine Verbesserung).

“Ähnlich sieht es beim Investitionsvolumen aus. 63% der Befragten erwarten eine Umsatzsteigerung in Westeuropa (ohne Großbritannien) im Jahr 2013 gegenüber 2012 und nochmals im Jahr 2014 gegenüber 2013. In Mittel- und Osteuropa, Russland und der Türkei sowie im Nahen Osten und Nordafrika sind die Erwartungen mit 44% und 26% eher gedämpft, aber noch immer ermutigend“, sagt Tony Horrell.

Die Umfrage zeigt, dass 61% der EMEA Investoren planen ihre Portfolios auch im Hinblick auf Immobilien zu erweitern. Ungefähr 87% der EMEA Befragten stimmten zu, dass es gute Investitionsmöglichkeiten am globalen Markt gibt, diese allerdings schwer zu finden sind.

Immobilien bleiben das wichtigste Investitionskriterium der EMEA Befragten (4 auf einer Skala von 0 bis 5), gefolgt vom Wirtschaftswachstum (3,9). Das Staatsrisiko (3,8) erzielte den zweithöchsten Wert hinter Asien (4,0). Die Auswirkungen der Schuldenkriese auf Risikoprämien bleiben hoch zwischen Kern- und Randmärkten in Europa, trotz jüngster Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Stimmung.

Walter Böttcher, Research Director bei Colliers und Autor des Reports fügt hinzu: „Die Konjunkturentwicklung ist vielfältig und dämpft expansive Unternehmensinvestitionen EMEA weit;  der Eigentumsmarkt ist daher immer noch gemischt. Prime Märkte zeigen ein unregelmäßiges Wachstum aufgrund mangelnden Angebots, Sekundärmärkte wiederum kämpfen mit relativ niedrigen Durchschnittsmieten.

“Die 6 großen Städte Deutschlands und speziell Deutschlands “20 Alternativen ” bieten interessante Möglichkeiten. Auch Polen hat abgesehen von Warschau „6 große Städte“ (Krakau, Lodz, Breslau, Posen, Danzig, Kattowitz), die neue Produkte benötigen, um  sich an das Wirtschaftswachstum und die Entwicklung anzupassen.

EMEA Highlights aus dem neuesten Colliers Bericht:

  • Mehr Wettbewerb in stabilen Märkten: Viele Investoren geben zu verstehen, dass es schwierig ist gute Investitionsmöglichkeiten zu finden, obwohl das nötige Kleingeld vorhanden ist. Das Ergebnis ist wachsender Wettbewerb in stabilen Märkten, da sich Investoren bemühen sichere Renditen zu bekommen. Große Kapitalbeträge fließen aus Hochrisikonationen in liquidere Märkte und sichere Häfen wie z.B. London, Tokyo, Sydney und New York, welche nach wie vor beliebte Ziele für lokale als auch grenzüberschreitende Investoren sind.

  • Kapital im Inland behalten: Trotz der erhöhten Risikobereitschaft, ziehen es die meisten Befragten vor in nahegelegene Märkte zu investieren. Nur 10% suchen außerhalb ihrer heimischen Region nach Investitionsmöglichkeiten. Die Befragten der drei untersuchten EMEA Regionen (Westeuropa, CEE und MENA) beziehen den Großteil ihres Kapitals in ihren Heimatregionen. Wenn sie sich doch außerhalb umsehen, dann behält Westeuropa Großbritannien und Amerika im Auge, CEE Russland-Türkei interessiert sich für Westeuropa und die USA und MENA wirft ein Auge auf  Asien. Für alle Investoren ist jedoch Deutschland der bevorzugte europäische Zielmarkt, knapp gefolgt von Frankreich. Investoren, die sich für diese Länder interessieren, kommen meistens aus Westeuropa und Großbritannien, was die Vorliebe das Kapital in der Region zu belassen unterstreicht.

  • Risikobereitschaft: Die Umfrage zeigt, dass die EMEA Investoren risikoscheuer sind, als jene in anderen Regionen. Lediglich 33 % (und somit der niedrigste Protzentsatz der gesamten Umfrage) planen in den nächsten 12 Monaten risikoreichere Investitionen einzugehen. Das spiegelt auch das hohe Maß an Risiko wieder, welches die EMEA Investoren bereit sind einzugehen, steht aber gleichzeitig im Kontrast zum jüngsten Anstieg der Investitionstätigkeiten in der europäischen Peripherie auf.

  •  Fremdkapitalkosten auf dem Vormarsch: Die Mehrheit der EMEA Befragten (59%) können sich vorstellen, Schulden zu ihrem Vorteil zu nutzen. Dies ist ein Rückgang gegenüber 2012 (76%). Die meisten Befragten (61%) sahen wenig Veränderungen der Kreditvergaben in den letzten sechs Monaten, 33% jedoch berichten, dass Fremdkapitalkosten zunehmen und 46% erwarten einen weiteren Anstieg.

  • Erweiterung am Horizont: 61% der EMEA Investoren planen ihre Portfolios geringfügig gegenüber 2012 (59%) zu erweitern. Weltweit sind die Ambitionen zu expandieren im unteren Teil der Tabelle, knapp über Lateinamerika (56%).

  • Top Asset Klassen Büros: Der Bericht zeigt, dass die CBD Büros nach wie vor die bevorzugte Anlageklasse (60%) der EMEA Befragten bleiben, gefolgt von Wohnimmobilien (37% - MENA’s Top Pick). Der Wohnbereich wurde auch in einigen Westeuropäischen Ländern hervorgehoben, was keinen Zweifel an einer positiven Neubewertung einiger Länder lässt.

  • Fokus auf Grundlagen: Immer mehr Investoren verlagern ihre Entscheidungskriterien auf Immobiliengrundlagen und deren Ertrag.

“Weltweit betrachtet, wollen 70% der Investoren ihr Immobilienportfolio in den nächsten 6 Monaten erweitern“ sagte Georg Muzicant, Geschäftsführer von Colliers Österreich. „Im allgemeinen blicken die Investoren optimistisch in die Zukunft .“

“Das stärkere Vertrauen wird im kommenden Jahr zu größeren Investitionen führen, auch Käufer stehen vor der Herausforderung neue attraktive Möglichkeiten zu finden und die Investitionskriterien werden deutlich flexibler“ fügt Muzicant abschließend hinzu.

Der Colliers Report erscheint genau zu dem Zeitpunkt, wenn Investoren aufmerksam die Strategien anderer beobachten und somit der Wettbewerb bei Investitionsmöglichkeiten steigt. Die Investoren wurden vor allem nach den Aussichten auf globaler und nationaler Ebene für 2014 befragt. Mehr als 500 Antworten aus den USA, Kanada, Lateinamerika, Asien, Europa und dem Nahen Osten unterstreichen die Ergebnisse der Studie, dass der Trend von Investoren in Richtung Aufbau von Immobilienvermögen zu gehen scheint und das wiedergewonnene Vertrauen sowie die erhöhte Risikobereitschaft dazu führen, auch in Bereichen, in denen die Wirtschaft nicht ganz so sicher ist, zu investieren.